Rohstoffe

Qualität bis ins Detail

Die jeweilige Zusammensetzung des Asphalts für die unterschiedlichen Anwendungsbereiche richtet sich streng nach den Vorgaben der technischen Regelwerke und basiert auf den von uns erstellten Erstprüfungen. Neben geeigneten Rohstoffen kommt es dabei vor allem auf das richtige Mischungsverhältnis von Bitumen und Gesteinskörnungen sowie die Abstufung der einzelnen Korngrößen an.

Bitumen ist eine wichtige Basiskomponente bei der Herstellung von Asphalt. Es dient als Bindemittel, das die Gesteine im Asphaltgemisch umschließt und miteinander verklebt. Gewonnen wird das schwarze Bitumen durch Destillation bei der Verarbeitung von Erdöl. Der Vorteil des Bitumens liegt in seinem Fließverhalten, das ansteigenden Temperaturen eine flüssige Konsistenz einnimmt und dadurch verarbeitbar wird. Beim Abkühlen erhärtet das Bitumen wieder und gewährleistet die notwendige Festigkeit des Asphaltbelages. Bitumen ist gesundheitlich und umwelttechnisch unbedenklich, weshalb für die Anwendung des Baustoffes kaum Grenzen bestehen.

Gerade diese Eigenschaft macht Bitumen vielseitig anwendbar und zu einem hervorragend zu verarbeitenden Werkstoff - als Bindemittel im Asphaltstraßenbau ebenso wie als Abdichtungsmaterial in den verschiedensten Anwendungsbereichen. Je nach Bitumensorte und Zusammensetzung des Gesteinskörnungsgemisches lassen sich Rezepturen für unterschiedliche Anforderungsprofile herstellen.

Asphalt besteht zu etwa 95 % aus zumeist natürlichen Gesteinskörnungen wie Splitt bzw. Kies, Sand und Gesteinsmehl. Diese werden in Steinbrüchen und Kiesgruben gewonnen und mittels Brech- und Siebanlagen aufgearbeitet. Gesteinsart, Korngröße und Kornform ergeben in Verbindung mit dem Bitumen das jeweils spezifische Asphaltgemisch. Wichtige Gütermerkmale der Gesteinskörnungen sind die Festigkeit, die Verwitterungsbeständigkeit, die Hitzebeständigkeit, die Polierresistenz sowie Farbe und Reinheit. Für die gleichbleibend hohe Lieferqualität des Gesteinsmaterials sorgen umfangreiche technische Regelwerke.

Die Wiederverwendung schont die natürlichen Ressourcen und bietet zudem einen hohen volkswirtschaftlichen Nutzen. Aus diesem Grunde hat der Gesetzgeber die Pflicht zur Wiederverwendung im Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz festgeschrieben. Ausbauasphalt lässt sich zu 100 % wiederverwenden. Man unterscheidet:

Ausbauasphalt

Durch Fräsen kleinstückig oder Aufbrechen eines Schichtenpaketes in Schollen gewonnener Asphalt

Fräsasphalt

Durch lagen-oder schichtweises Fräsen kleinstückig gewonnener Asphalt

Aufbruchasphalt

Durch Aufbrechen eines Schichtenpaketes in Schollen gewonnener Asphalt

Asphaltgranulat

Durch Fräsen oder Aufbrechen gewonnener Asphalt mit anschließender Zerkleinerung nach individuell festgelegten Verfahrensschritten wird ein Produkt mit definierten Eigenschaften zur qualitätsgerechten Wiederverwendung gewonnen. Die Zugabemengen des Asphaltgranulats können, bei vorheriger Erwärmung, bis zu 100 M.-% betragen.